Deutsch-Brasilianisches Transfer Leadership Programm (DBTLP)

Im Rahmen des zweiwöchigen Deutsch-Brasilianischen Transfer Leadership Programms (DBTLP) vom 07. bis 20. Februar 2011 in Münster hat das Innovation Office (AFO) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) einige am Markt gut funktionierende und autonome Transferkonzepte mit potentiellen Partnern aus Brasilien ausgetauscht.

Kenntnissaustausch über die Themen Innovationsmanagement und Transfer

Die Austauschprozesse zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nehmen in Deutschland und Brasilien in vielfältiger Hinsicht zu. Das Ergebnis ist eine innovationsstarke Kooperationskultur, die auch regionalökonomisch Prosperität schafft. Innovationskulturen in Unternehmen und Hochschulen sind jedoch sehr unterschiedlich. Es besteht erkennbarer Bedarf an Personen, die über ihr Fachwissen hinaus eigeninitiativ, kreativ und souverän die Transferprozesse erfolgreich gestalten können.

Das Deutsch-Brasilianische Transfer Leadership Programm hat zehn Nachwuchswissenschaftler/innen und Forschungstransferinteressierte aus Brasilien die Möglichkeit geboten, theoretische und praktische Führungsfähigkeiten sowie neueste Kenntnisse über Innovationsmanagement und Transfer zu lernen und zu erfahren.

Die Trainingsmaßnahme wurde federführend von der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in São Paulo organisiert.

Positives Teilnehmerfeedback

„Das Leadership Training wurde von allen Teilnehmern als gründliche Aus- und Weiterbildung zur Übernahme von leitenden Funktionen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft empfunden“, so Dr. Wilhelm Bauhus, Leiter der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) der WWU. Das Programm werde nun mit dem Ziel, es im Rhythmus von zwei Jahren wechselseitig in Brasilien und Deutschland anzubieten, gemeinsam weiterentwickelt.

Rubens Marschalek, Dr.sc.agr, Pflanzenzüchter bei Epagri (Itajaí -Santa Catarina – Brasilien), Prof. für Kommunikation und Transfer bei der Universität Blumenau – FURB (Blumenau-Santa Catarina -Brasilien), führte an, dass insbesondere die Referate sowie die Institutions- und Unternehmensbesuche sehr interessant waren, weil ein Einblick über die Arbeit/den Umgang mit Forschungstransfer und Innovation in Deutschland gewonnen werden konnte. „Es ist für viele Branchen entscheidend zu wissen, wie Mitarbeiter motiviert werden und neue Ideen für das Unternehmen mit entwickelt werden. Es wurde deutlich, dass dies für das Wachstum oder gar das Überleben des Unternehmens wichtig ist.  Auch war deutlich erkennbar, dass den Universitäten und Forschungsinstituten in Deutschland bewusst ist, dass sie sich mit den Themen Innovation und Forschungstransfer pragmatischer als je zuvor beschäftigen müssen. Hier hat Brasilien noch einen weiten Weg vor sich. Wichtig ist, dass beide Länder, Deutschland und Brasilien, sich besser kennen lernen um aus der Zusammenarbeit profitieren zu können“, so Marschalek.