Wanderausstellung „Auge des Himmels“ jetzt in Brasilien

Klaffende Vulkankegel, leuchtendgrüne Flussmündungen oder die Lichter der Erde bei Nacht – die kunstvoll überarbeiten Satellitenbilder des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) haben bei der Ausstellung „Auge des Himmels“ in Deutschland bereits Hunderttausende fasziniert. Seit dem 18. Oktober 2010 ist sie ein halbes Jahr lang mit 30 großformatigen Unikaten in ganz Brasilien unterwegs.

Die Anden aus der Satellitenperspektive (Quelle: NASA).
Herr Generalkonsul Dr. Michael Worbs und der Direktor des Planetariums in Rio de Janeiro, Celso Cunha eröffneten die Ausstellung im Beisein geladener Gäste aus Deutschland und Brasilien sowie Schülern aus Rio de Janeiro am 18. Oktober 2010.
 
Anlässlich des Brasilienjahres hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung seinem brasilianischen Partnerministerium ein besonderes Geschenk überreicht: 30 Unikate der Ausstellung „Auge des Himmels“, die vom DLR und seinen Partnern zur Verfügung gestellt worden sind, gehen nun auch in Brasilien auf Tour. Schwerpunkte sind Aufnahmen von Südamerika und den USA.
Herr Eduardo Terada Kosmiskas aus der Abteilung für Wissenschaft und Technologie des Brasilianischen Außenministeriums dankte dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Schenkung der Bilder und das Engagement im Wissenschaftsjahr.
Nächster Ausstellungsort ist das Planetarium in Porto Alegre, im Anschluss reist die Ausstellung durch alle Landesteile Brasiliens und wird zum Abschluss in der Hauptstadt Brasilia gezeigt.

 

Kunst und Wissenschaft zugleich

Peter Turner, Leiter der Raketenabschussbasis MORABA des DLR in Oberpfaffenhofen unterstrich in seiner Ansprache, dass sowohl Deutschland als auch Brasilien über exzellente Instrumente und Programme zur Erdbeobachtung verfügen und von der Expertise des Partnerlandes seit vielen Jahren und auch in Zukunft profitieren.
Falschfarben und Computertechnik verwandeln die ursprünglich vom DLR für wissenschaftliche Zwecke aufgenommenen Satellitenaufnahmen in einzigartige Kunstwerke. Im Großformat zeigen sie die entrückte Schönheit der Erde. Zugleich verdeutlichen sie die Wechselwirkung zwischen dem, was die Natur geschaffen hat und den Veränderungen durch den Menschen. Schließlich erfassen Satelliten die Erdoberfläche auch außerhalb des für Menschen Sichtbaren, ermöglichen Aufnahmen während der Nacht und durch Wolken hindurch. Die satellitengestützte Fernerkundung der Erde und die daraus gewonnenen Erkenntnisse geben etwa Aufschluss über die Atmosphäre sowie die Land- und Wasseroberflächen und kommen beim Umwelt-Monitoring als auch bei der Katastrophenhilfe zum Einsatz. Dass aus Wissenschaft Kunst entstehen konnte, ist den Kuratoren Peter Pachnicke und Wolfgang Volz in Zusammenarbeit mit Dr. Robert Meisner vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum des DLR zu verdanken.
Für Besucher der Ausstellung ist jedoch vor allem eines wichtig: die faszinierende Schönheit der Erde – aus einer vollkommen neuen Perspektive.

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