AvH-Wissenschaftssymposien erstmals mit Brasilien

In den Vereinigten Staaten, Japan, Großbritannien, China, Indien und Israel gibt es sie schon, die zukunftsweisenden Wissenschaftssymposien „Frontiers of Research“ für Ingenieure, Natur- oder Geisteswissenschaftler der Zukunft. Passend zum Deutsch-Brasilianischen Wissenschaftsjahr finden die von der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) und dem brasilianischen Partner CAPES veranstalteten Konferenzen im September erstmals in Brasilien statt.

Kontaktaufnahme unter Nachwuchswissenschaftlern fördert zukünftige Forschungskooperationen (Quelle: AvH).
Vom 16. bis 19. September 2010 führt die erste interdisziplinäre Wissenschaftskonferenz "1stBrazilian-German Frontiers of Science and Technology Symposium 2010“ die zukünftige Ingenieur-Elite in Bento Gonçalves, Rio Grande do Sul, Brazil, zusammen. 60 Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland und Brasilien, die zuvor aufgrund ihrer herausragenden Leistungen persönlich eingeladen wurden, treffen sich zum bi-nationalen, interdisziplinären Dialog. Dabei überwinden sie Grenzen, seien sie intellektueller, wissenschaftlicher oder räumlicher Natur, diskutieren neue Entwicklungen oder jüngste Forschungsergebnisse und gewinnen neue Erkenntnisse – so die Idee, die hinter allen Frontiers of Research-Symposien steht.

Interdisziplinärer Dialog über Zukunftsthemen

Das deutsch-brasilianische Symposium, das im Rahmen des Deutsch-Brasilianischen Wissenschaftsjahres vom BMBF gefördert wird, veranstaltet die Alexander-von Humboldt-Stiftung in Kooperation mit CAPES (Brazilian Federal Agency for Support and Evaluation of Graduate Education). Während eines ersten Treffens erarbeiteten unter Leitung eines deutschen und eines brasilianischen Co-Chairs acht Organisatoren (vier deutsche und vier brasilianische Ingenieure) das wissenschaftliche Programm. 16 Sprecher (jeweils 8 aus Deutschland und Brasilien) werden in vier Sessions über die neusten Entwicklungen in ihrem Forschungsgebiet berichten und die Teilnehmer zu intensiven Diskussionen anregen – etwa über Zukunftsthemen wie neue Kühlungs-Technologien. Dabei geht es nicht nur um den Kühlschrank der Zukunft, sondern etwa auch um Fragen, wie man Kühlsysteme mit Hilfe von Solarenergie aufbaut. Welche neuen, sicheren und umweltfreundlichen Technologien können dazu beitragen, den enormen Energiebedarf der Länder in der Zukunft zu decken? Das große Thema Energie wird auch in der Session zur Energieumwandlung und Energiespeicherung behandelt. Ferner werden die Materialwissenschaftler zeigen, wie sie sich von der Natur inspirieren lassen. Ob neue Materialien für Oberflächen oder verbesserte Haftungseigenschaften: die besten Modelle liefert die Natur

Konferenz-Auftakt für zukünftige Kooperationen

Diese Wissenschaftskonferenz bildet den Auftakt der Konferenzserie „ Brazilian-German Frontiers of Science and Technology Symposia“ (BRAGFOST)“. Brasilianische Nachwuchswissenschaftler, die in der Regel noch keinen Kontakt zur Alexander-von Humboldt-Stiftung oder zur deutschen Forschungslandschaft allgemein hatten, erhalten die Möglichkeit, sich von der Qualität deutscher Forschung zu überzeugen und Einblicke in aktuelle Forschungsfragen zu gewinnen. Neben der fachlichen Ebene sorgen diese Symposien für weitreichende Kontakte und schaffen so die Basis für zukünftige Kooperationen zwischen Deutschland und Brasilien.

Alexander-von-Humboldt-Stiftung

Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert Wissenschaftskooperationen zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Forscherinnen und Forschern. Hierzu vergibt sie jedes Jahr über 800 Forschungsstipendien und Forschungspreise. Mit diesen können ausländische Wissenschaftler nach Deutschland kommen, um ein selbst gewähltes Forschungsprojekt mit einem Gastgeber und Kooperationspartner durchzuführen.

Viele Förderangebote der Stiftung richten sich insbesondere auch an Wissenschaftler aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Alumni-Netzwerk ist das größte Kapital der Stiftung. Ihm gehören über 24.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 130 Ländern an – darunter 43 Nobelpreisträger.

Mit ihren Alumni-Fördermaßnahmen unterstützt die Stiftung flexibel die individuellen Lebenswege und Entwicklungen aller Humboldtianer und ihre Kooperationen untereinander. In Lateinamerika wurden bereits acht Humboldt-Alumni-Vereinigungen gegründet, die größte davon in Brasilien.

 

Alexander-von-Humboldt-Stiftung

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Dr. Katja Hartmann

Alexander von Humboldt-Stiftung

Leiterin Berlin Office

katja.hartmann@avh.de