Wissenschaftslandschaft

Deutschland und Brasilien sind erfolgreiche Forschernationen. Die nationalen als auch die regionalen Regierungen sowie verschiedenste Organisationen und die Wirtschaft in beiden Ländern fördern die weitere Entwicklung der Wissenschaftsstandorte.

Quelle: DLR

Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Land der Ideen. Bildung und Wissenschaft, Forschung und Entwicklung kommen zentrale Bedeutung zu. Von 2005 bis 2007 sind die Gesamtinvestitionen Deutschlands (Bundesregierung, Länder und Wirtschaft) für Forschung und Entwicklung (FuE) um 10,4 % gestiegen, von 55,7 Milliarden Euro (2005) auf 61,5 Milliarden Euro (2007). 2009 hat die Bundesregierung ihre FuE-Ausgaben noch einmal um rund 3 Milliarden Euro auf circa 12 Milliarden Euro erhöht. Zusätzlich werden im Rahmen des Konjunkturpakets II bis 2011 die Mittel für FuE weiter anwachsen.

Deutschland ist ein Ort internationaler Spitzenforschung und Patententwicklung. Eine hochwertige Infrastruktur, die Ausstattung der Forschungsstätten sowie gut ausgebildetes Personal – das sind die großen Vorteile des Forschungsstandortes Deutschland. Auch die enge Verzahnung mit europäischen und weltweiten Partnern und ein allgemein steigendes Niveau der Internationalisierung zeichnet die Bundesrepublik aus. Eine besondere Rolle kommt dem sehr differenzierten Wissenschaftssystem zu. Circa 40 deutsche Hochschulen sind in der Forschung besonders aktiv. Darüber hinaus sind vier leistungsfähige Wissenschaftsorganisationen tätig: die Max-Planck-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft sowie weitere staatliche und private Forschungsstätten.


Deutschland fördert Forschung

Deutsche Unternehmen zählen zu den innovativsten in Europa. Der Anteil der Industrie-Investitionen in Forschung und Entwicklung ist mit 66 Prozent besonders hoch. Die Umweltforschung ist nur ein Beispiel für gelungenen Technologietransfer – was wachsende Märkte wie Photovoltaik und Windkraft belegen. Eine Vielzahl von Organisationen unterstützt Wissenschaftler durch Projektmittel, Stipendien und Preise. Neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sind die wichtigsten Förderer die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Alexander von Humboldt Stiftung (AvH) und der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD).

 

Brasilien

In Brasilien ist die Forschungslandschaft weit gefächert und weist einige regionale Unterschiede auf. Forschung findet überwiegend an nationalen und bundesstaatlichen Universitäten statt und konzentriert sich auf die südöstlichen und südlichen Bundesstaaten. Daneben gibt es große Forschungseinrichtungen mit Finanzierung des Bundes und der Bundesstaaten sowie einige wichtige Forschungszentren in Unternehmen. Die bundesfinanzierten Einrichtungen sind Ministerien nachgeordnet und decken die für die Forschungskooperation relevanten Gebiete ab. 2007 wurde der „Nationale Aktionsplan für Wissenschaft, Technologie und Innovation“ ins Leben gerufen, ein vierjähriges Rahmenprogramm der brasilianischen Regierung zur Forschungsförderung.

In der Forschungsförderung gibt es neben den großen Institutionen des Bundes (Conselho Nacional de Desenvolvimento Científico e Tecnológico ,Coordenação de Aperfeiçoamento de Pessoal de Nível Superior, Financiadora de Estudos e Projetos) auch auf der Ebene der Bundesstaaten bedeutende Förderorganisationen (verschiedene FAP – Fundações de Amparo à Pesquisa). Das Budget für die Forschungsförderung der Bundesstaaten hängt vom dortigen Steueraufkommen ab. Bundesstaaten mit hoher Bevölkerungs- und Unternehmensdichte wie Rio de Janeiro oder São Paulo verfügen daher über erheblich mehr Fördermittel als die Bundesstaaten im Norden und Nordosten des Landes.

 

Quellen:

Forschung und Innovation für Deutschland, BMBF

Kooperation International

DAAD

Access4EU